

mit Dipl. Gemeinde-Pädagogin Mari Günther
Begleitung von trans*, inter und nichtbinären Personen und ihren
Angehörigen – in Psychotherapie, sozialer Arbeit und Jugendhilfe
23. und 24. Januar 2026 in München
Evangelisches Forum München, Herzog-Wilhelm-Straße 24
Freitag: 14 bis 19 Uhr; Samstag: 10 bis 18 Uhr
Gebühr:
bis 18.12.2025 345 Euro / 325 Euro für MiSiT Mitglieder
ab 19.12.2025 360 Euro / 340 Euro für MiSiT Mitglieder
Anmeldeschluss:
12. Januar 2026 (Teilnahmebegrenzung: 35 Personen)
Anmeldung bitte an: info@misit.de
Um Trans* Personen gut begleiten zu können, braucht es im Wesentlichen drei Dinge: Akzeptanz, Fachwissen und Empathie.
„Zu akzeptieren gilt es die Tatsache, dass Trans*geschlechtlichkeit genauso wenig eine Psychische Störung, genauso wenig eine Wahl und genauso wenig eine moralische Verfehlung darstellt, wie Homosexualität: Nach Streichung letzterer aus dem Kapitel für Psychische Störungen in der 1990 verabschiedeten ICD-10 vergingen weitere 29 Jahre, bis selbiges endlich auch für Normvarianten der Geschlechtsidentität, umgesetzt wurde. Der Part mit dem Fachwissen meint, dass sich Gesundheitsdienstleistende, die mit Tans*Menschen arbeiten, genau wie in jedem anderen medizinischen Handlungsfeld auch an evidienz- und konsensbasierten Behandlungsleitlinien orientieren, die in strukturierten und transparenten Prozessen durch wissenschaftliche Fachgesellschaften bzw. deren mandatierte Expert*innen erstellt wurden.“
(Zusammenstellung und Auszug aus dem Geleitwort zu „Psychotherapie mit trans* und nichtbinären Personen“, Teren-Wolf-Günther, Ernst Reinhardt, GmbH & Co KG, Verlag München 2025)
In diesem Workshop geht es um wissenschaftlichen Input, Diskussion, Selbstreflexion und Kleingruppenarbeit u.a. zu folgenden Themen:
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Paradigmenwechsel in Haltung beraterischer sowie therapeutischer Arbeit – Ansätze aktiver Entpsychopathologisierung
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Wechselwirkung zwischen Pathologisierung, Diskriminierung und Gesundheitsbelastung
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Überblick zu rechtlichen und medizinischen Angleichungsmöglichkeiten
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Medizinische Überlegungen
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Fertilitätsprotektion, Elternschaft, Familienplanung
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Paar- und Familiengespräche
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Arbeit mit dem Minderheitenstress-Modell – Einbeziehung von Diskriminierungs-erleben als wesentlichen und eigenständigen Faktor im Erklärungs- und Bedingungsgefüge sowie in der therapeutischen und beraterischen Arbeit
Dipl. Gemeinde-Pädagogin Mari Günther, systemische Therapeutin (SG), eigene Praxis, Schwerpunkte: Geschlechtliche Identität, Transitionsprozesse, Paar- und Polybe-ziehungen, Fachreferentin für Beratungsarbeit und Gesundheitsversorgung im Bundes-verband Trans* (BVT* e.V.), Beratungsarbeit mit Familien für TransInterQueer e.V., Mitautorin bei den AWMF-Leitlinien „Diagnostik und Behandlung von Geschlechts-dysphorie“ imn Kindes- und Jugendalter“ und Chirogische Maßnahmen bei Geschlechts-dysphorie“ und „Interdisziplinäre und integrierte Gesundheitsversorgung bei Geschlechtsinkongruenz“ Autorin von Fach- und Sachbüchern. Sie ist Väterin und lebt in Berlin.
Teren, K., Wolf, G., Günther, M. (2025): Trans* und nichtbinäre Personen in der psychotherapeutischen Praxis – Ein Handbuch mit ausgewählten Schwerpunkten zu komplexen Behandlungsbedarfen. Reinhard-Verlag München.
Günther, M., Teren, K., Bos, S., Müller-Rehberg, W., Reiner, K. (2023) Familien mit trans* und nicht-binären Kindern – Orientierung für Eltern, Jugendliche und Fachkräfte. Psychosozial-Verlag, Gießen
Teren, K., Wolf, G., Günther, M. (2025): Trans* und nichtbinäre Personen in der psychotherapeutischen Praxis – Ein Handbuch mit ausgewählten Schwerpunkten zu komplexen Behandlungsbedarfen. Reinhard-Verlag München.
Günther, M., Teren, K., Bos, S., Müller-Rehberg, W., Reiner, K. (2023) Familien mit trans* und nicht-binären Kindern – Orientierung für Eltern, Jugendliche und Fachkräfte. Psychosozial-Verlag, Gießen

