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Fortbildung/Workshop
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mit Mari Günther

Systemische Therapeutin (SG), Dipl. Gemeindepädagogin 

Begleitung von trans*, inter und nichtbinären Personen und ihren Angehörigen – in Psychotherapie, sozialer Arbeit und Jugendhilfe

Donnerstag, 19. und Freitag, 20. November 2026
Evangelisches Forum München, Herzog-Wilhelm-Straße 24
 

Gebühr:

Frühbucherpreis, bis 31. Juli: 345 Euro / 325 Euro für MiSiT Mitglieder

ab 1. August: 360 Euro / 340 Euro für MiSiT Mitglieder

Anmeldeschluss: 19. Oktober 2026

(Teilnahmebegrenzung: 35 Personen)
Anmeldung bitte an: info@misit.de

Um Trans* Personen gut begleiten zu können, braucht es im Wesentlichen drei Dinge: Akzeptanz, Fachwissen und Empathie.

„Zu akzeptieren gilt es die Tatsache, dass Trans*geschlechtlichkeit genauso wenig eine Psychische Störung, genauso wenig eine Wahl und genauso wenig eine moralische Verfehlung darstellt, wie Homosexualität: Nach Streichung letzterer aus dem Kapitel für Psychische Störungen in der 1990 verabschiedeten ICD-10 vergingen weitere 29 Jahre, bis selbiges endlich auch für Normvarianten der Geschlechtsidentität, umgesetzt wurde. Der Part mit dem Fachwissen meint, dass sich Gesundheitsdienstleistende, die mit Tans*Menschen arbeiten, genau wie in jedem anderen medizinischen Handlungsfeld auch an evidienz- und konsensbasierten Behandlungsleitlinien orientieren, die in strukturierten und transparenten Prozessen durch wissenschaftliche Fachgesellschaften bzw. deren mandatierte Expert*innen erstellt wurden.“

(Zusammenstellung und Auszug aus dem Geleitwort zu „Psychotherapie mit trans* und nichtbinären Personen“, Teren-Wolf-Günther, Ernst Reinhardt, GmbH & Co KG, Verlag München 2025)

In diesem Workshop geht es um wissenschaftlichen Input, Diskussion, Selbstreflexion und Kleingruppenarbeit u.a. zu folgenden Themen:

  • Paradigmenwechsel in Haltung beraterischer sowie therapeutischer Arbeit – Ansätze aktiver Entpsychopathologisierung

  • Wechselwirkung zwischen Pathologisierung, Diskriminierung und Gesundheitsbelastung

  • Überblick zu rechtlichen und medizinischen Angleichungsmöglichkeiten

  • Medizin-ethische Überlegungen

  • Fertilitätsprotektion, Elternschaft, Familienplanung

  • Paar- und Familiengespräche

  • Arbeit mit dem Minderheitenstress-Modell – Einbeziehung von Diskriminierungserleben als wesentlichen und eigenständigen Faktor im Erklärungs- und Bedingungsgefüge sowie in der therapeutischen und beraterischen Arbeit

Mari Günther, systemische Therapeutin (SG), Dipl. Gemeinedepädagogin, eigene Praxis.

Schwerpunkte: Geschlechtliche Identität, Transitionsprozesse, Paar- und Polybeziehungen, Fachreferentin für Beratungsarbeit und Gesundheitsversorgung im Bundesverband Trans* (BVT* e.V.), Beratungsarbeit mit Familien für TransInterQueer e.V., Mitautorin bei den AWMF-Leitlinien „Diagnostik und Behandlung von Geschlechts-dysphorie“ imn Kindes- und Jugendalter“ und Chirurgische Maßnahmen bei Geschlechtsdysphorie“ und „Interdisziplinäre und integrierte Gesundheitsversorgung bei Geschlechtsinkongruenz“.

Autorin von Fach- und Sachbüchern. Sie ist Väterin und lebt in Berlin.

Veröffentlichungen u.a.:

Teren, K., Wolf, G., Günther, M. (2025): Trans* und nichtbinäre Personen in der psychotherapeutischen Praxis – Ein Handbuch mit ausgewählten Schwerpunkten zu komplexen Behandlungsbedarfen. Reinhard-Verlag München.
Günther, M., Teren, K., Bos, S., Müller-Rehberg, W., Reiner, K. (2023): Familien mit trans* und nicht-binären Kindern – Orientierung für Eltern, Jugendliche und Fachkräfte. Psychosozial-Verlag, Gießen

Günther, M. (2016): Psychosoziale Beratung von inter* und trans* Personen und ihren Angehörigen. Ein Leitfaden (profamilia).

Teren, K., Wolf, G., Günther, M. (2025): Trans* und nichtbinäre Personen in der psychotherapeutischen Praxis – Ein Handbuch mit ausgewählten Schwerpunkten zu komplexen Behandlungsbedarfen. Reinhard-Verlag München.
Günther, M., Teren, K., Bos, S., Müller-Rehberg, W., Reiner, K. (2023) Familien mit trans* und nicht-binären Kindern – Orientierung für Eltern, Jugendliche und Fachkräfte. Psychosozial-Verlag, Gießen

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