Leitung:
zum Kennenlernen der Weiterbildungsleiter und des Konzepts
| 08. März 2012 | (17 - 20 Uhr) |
| 29. März 2012 | (17 - 20 Uhr) |
Anmeldung erforderlich!
| 1. Grundlagen | 03. – 05.05.2012 |
| 2. Grundlagen | 05. – 07.07.2012 |
| 3. Grundlagen | 13. – 15.09.2012 |
| 4. Grundlagen | 22. – 24.11.2012 |
| 5. Paartherapie I | 21. – 23.02.2013 |
| 6. Körperpsychotherapie I | 02. – 05.05.2013 |
| 7. Familien mit Säuglingen und Kleinkindern | 11. – 13.07.2013 |
| 8. Familien mit Schulkindern | 26. – 28.09.2013 |
| 9. Familien mit Jugendlichen | 07. – 09.11.2013 |
31. März 2012
Nachträglicher Einstieg möglich!
Einführung. Seminarregeln, Lehr- und Lernmethoden, inhaltliche Grundprinzipien. Zielsetzungen der Weiterbildung. Gegenseitig sich kennen lernen. Bildung der Supervisions- und Intervisionsgruppen. Die Bedeutung des systemtherapeutischen Ansatzes. Nonverbale Systemübung. Demonstration eines Erstinterviews mit Rollenspielfamilie. Übung: Erstgespräch. Positives Umdeuten (Reframing). Theorie: Systemisches Denken, System und Systemtheorie.
Therapeutische Grundhaltungen, ethische Aspekte. Erstkontakt, Überweisungskontext. Systematik Erstgespräch: Joining, Anliegen, Auftrag, Kontextklärung, Kontrakt. Informationsgewinnung, systemische Gesprächsführung. Demonstration eines Erstgesprächs mit einer Familie. Beobachtung und Analyse der Kommunikation. Familienstruktur. Diagnostische Aspekte. Wirklichkeitskonstruktionen und Erklärungsmodelle, Ressourcen und Lösungskompetenzen der Familie. Hypothesenbildung. Theorie: Kommunikation und Kommunikationsmodelle.
Grundsätzliche Überlegungen zu Therapie und Beratung. Entwicklung von Zielen. Veränderungen 1. und 2. Ordnung. Fragen als Interventionen. Möglichkeiten der Musterunterbrechung: an der Kommunikation ansetzende Interventionen, Doppeln, Arbeit mit Metaphern, Externalisierung; strukturelle, Skulptur- und Dramatisierungstechniken. Theorie: Konstruktivismus und Konstruktionismus. Kybernetik 1. und 2. Ordnung.
Das therapeutische System: Rolle und Funktion des systemischen Therapeuten bzw. Beraters. Dauer und Abstand der Sitzungen, Gesamtdauer der Therapie/Beratung. Settingfragen. Typische Schwierigkeiten im Verlauf von Therapie und Beratung. Umgang mit sogen. Widerstand. Formen und Möglichkeiten der Kotherapie. Möglichkeiten der systemischen Arbeit mit Einzelnen. Beendigung der Therapie bzw. Beratung. Dokumentation. Evaluation. Überblick über die Geschichte der Familientherapie, familientherapeutische Schulen.
Partnerwahl und Paardynamik. Das Kollusionsmodell nach Dicks/Willi. Bindungs- und Interaktionserfahrungen in der Kindheit und ihre Auswirkungen in der Partnerschaft. Auftragsklärung, Formulierung eines Arbeitsangebots. Die Geschichte des Paares und wie sie als Ressource genutzt werden kann. Klippen und Hürden in der Arbeit mit Paaren. Paargespräche als Teil einer Familientherapie. Die Bedeutung des Geschlechts des/der Therapeuten/in.
Der Übergang zur Elternschaft; von der Dyade zur Triade. Videogestützte Kommunikations- und Interaktionsdiagnostik. Überblick über die häufigsten Störungsbilder im Säuglings- und Kleinkindalter (exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterungsstörungen, Bindungs- und Beziehungsstörungen). Das Münchner Konzept einer kommunikationszentrierten Eltern-Säuglings/Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie.
Grundbedürfnisse und Bindungsverhalten im Schulkindalter. Entwicklung und Lernen und typische Merkmale des Lernverhaltens. Grundvoraussetzungen für die Entwicklung des Selbstwertgefühls. Typische Verhaltensauffälligkeiten und Störungsbilder aus systemischer Sicht. Unterschiedliche therapeutische Settings: Einzel-, Eltern- und Familienarbeit, Einbeziehen anderer problemrelevanter Systeme. Verbale und nonverbale therapeutische Interventionen in der Kinder- und Familientherapie.
Entwicklungspsychologische Aspekte: Identitätssuche, Ablösung und Neuorientierung. Auswirkungen für die Familiendynamik. Typische Störungsbilder bei Jugendlichen (Rebellion, Suchtprobleme, Suizidalität). Besonderheiten der systemischen Arbeit mit Jugendlichen und ihren Eltern. Krise als Chance. Hilf- und machtlose Eltern, Wege zur Überwindung der Hilflosigkeit. Neuorientierung der Eltern. Systemische Aspekte der Möglichkeiten und Formen institutioneller Unterstützung.
Lebenszyklen einer Langzeitpartnerschaft: von der Verliebtheit zur Bindung und zum Alltag in der Partnerschaft. Regulierung von Intensität, Nähe und Distanz, Autonomie und Verbundenheit, Geben und Nehmen. Kommunikationsstile. Umgang mit der Unterschiedlichkeit der Partner. Negative Feedback-Schleifen und ihre Umwandlung in positive. Interventionen zur Verbesserung von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie zur Konfliktbearbeitung. Vorschläge für Experimente.
Hintergründe von Trennung und Scheidung aus gesellschaftlicher und systemischer Sicht. Die Situation der Partner. Die Veränderungen im Familiensystem und die Bedeutung der Herkunftsfamilien. Die Situation der Kinder und ihre Reaktionen auf die Trennung der Eltern in den verschiedenen Entwicklungsphasen. Einbeziehung der Kinder und Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse bei der Erarbeitung zukunftsorientierter Lösungen. Wann welches Setting, welches methodische Vorgehen: Ambivalenz- bzw. Trennungsberatung, Einzel-, Paar- oder Familienberatung bzw. -therapie, Mediation? Rechtliche und verfahrenstechnische Aspekte. Kooperation mit anderen Berufsgruppen/Institutionen.
Allein Erziehende, Stief- / Patchwork-, Pflege- und Adoptivfamilien sowie Familien mit schwulen / lesbischen Eltern (Regenbogenfamilien) stellen einen zunehmend höheren Anteil familiärer Lebensformen. Systemische Besonderheiten der einzelnen Familienformen im Unterschied zur Kernfamilie. Die Rolle des abwesenden bzw. außerhalb lebenden Elternteils. Die spezifische Situation von Alleinerziehenden. Neu zusammengesetzte Familien: Mythen, Belastungsfaktoren und Entwicklungspotentiale; das Phasenmodell des Zusammenwachsens nach Papernow. Die spezifische Situation von Pflege- und Adoptivfamilien sowie von gleichgeschlechtlichen Familien. Die Bedürfnisse der Kinder. Die sich aus den jeweiligen Besonderheiten ergebenden Konsequenzen für Beratung und Therapie.
Traumatisierung einzelner oder mehrerer Familienmitglieder (z.B. durch Unfall, plötzlichen Tod, Gewalterfahrung). Chronischer Stress (z.B. durch chronische Krankheit oder Behinderung, Arbeitslosigkeit). Techniken der Stabilisierung. Ressourcenaktivierung, Resilienz. Positive Imaginationen. Umgang mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Angst, Wut, Scham und Schuld sowie mit Verleugnung und Tabuisierung. Förderung von Trauerarbeit. Entwicklung von Bewältigungsstrategien und Zukunftsperspektiven. Reflektion von möglichen Problemen der Helfer: eigene Traumaerfahrung, Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Sozio-psycho-somatisches Konzept von Gesundheit und Krankheit. Störungen auf der somatischen, psychischen und/oder sozialen Systemebene. Erhebung zentraler diagnostischer Befunde und Entwicklung psychotherapeutischer Strategien der Behandlung von Familien mit (psycho)somatisch erkrankten Mitgliedern. Familiäre Copingstrategien. Zusammenspiel von Therapie und Rehabilitation. Kooperation unterschiedlicher Gesundheitsberufe. Fallbeispiele. Reflexion der "eigenen Psychosomatik".
Bindungs- und Hingabefähigkeit. Frühkindliche Interaktionserfahrungen und ihre Auswirkungen auf die Bindungsfähigkeit sowie die Ausformung affekt-motorischer Schemata. Vertiefte Arbeit mit dem Einzelnen in der Paar- und Familientherapie. Körperbezogene Techniken: Arbeit mit Atmung, Körperhaltung, Bewegungen und Muskeltonus. Erweiterung des Repertoires an körperlichen Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten. Therapeutische Arbeit mit intensiven Gefühlen.
Autonomie als wichtiger Aspekt erwachsener Beziehungsgestaltung. Körpertechniken zur Förderung der Autonomie, des Kontaktes zu sich selbst und der Fähigkeit, sich zu schützen und abzugrenzen: Arbeit mit Körperwahrnehmung, Körperhaltung, Gefühlsausdruck und Gefühlsregulation. Interventionen zur Einbeziehung der Körperebene in den verbalen therapeutischen Prozess. Die Bedeutung nonverbaler Botschaften in der Paar- und Familientherapie. Auswirkungen von Beziehungserfahrungen in der Ursprungsfamilie auf die Körperorganisation.
Die Polarität von Vertrautheit und Fremdheit und ihre Auswirkungen auf die sexuelle Anziehung zwischen den Partnern. Geschlechtsunterschiede im sexuellen Erleben. Bearbeitung von Ängsten und Abwehrmustern gegenüber Sexualität auf der psychischen und der körperlichen Ebene. Zur Diagnostik und Therapie sexueller Störungen. Förderung der Kommunikation des Paares hinsichtlich Erotik und Sexualität. Atem-, Zentrierungs- und Kontaktübungen für Paare. Körpertechniken für ein vertieftes sexuelles Erleben.
In allen Körpertherapie-Seminaren Live-Arbeit mit Teilnehmern/innen mit anschließender Mikroanalyse.
Voraussetzungen für dessen Erteilung:
max. 20 Teilnehmer/innen
| Pro Weiterbildungstag: | 100.- Euro |
| Insgesamt: | 7700.- Euro |
| Abschlussgebühr: | 100.- Euro |