30. April – 1. Mai 2010 (jeweils 10.00 – 18.00 Uhr)
Veranstalter: Münchener Institut für Integrative Familientherapie e.V.
Der Name Marte Meo ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie: etwas "aus eigener Kraft" erreichen. Dieses Motto beschreibt die Grundidee der von Maria Aarts in den Niederlanden begründeten Methode zur Entwicklungsförderung und -unterstützung durch gezielte, konsequent ressourcenorientierte Gestaltung von Kommunikationsprozessen zwischen Betreuer und Betreutem. Ziel der Beratung ist, Eltern und Bezugspersonen von Kindern bzw. Betreuten darin zu unterstützen, diese bewusster und gezielter fördern zu können.
Das Programm richtet den Fokus auf die in alltäglichen oder therapeutischen Interaktionen stattfindenden Prozesse, die Entwicklung, Veränderung und Wachstum begünstigen. Marte Meo möchte Menschen ermutigen, ihre eigenen, schon vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen, ihre "eigene Kraft", zu nutzen um sich weiter zu entwickeln.
Medium der Methode sind Videoaufnahmen aus familiären oder institutionellen Alltagssituationen. An ihnen wird - basierend auf einer detaillierten Interaktionsanalyse - gezeigt, welches konkrete kommunikative Verhalten die Entwicklung von Kindern oder Klienten fördert und daher verstärkt werden kann. Veränderungsprozesse werden so nicht vor allem durch Worte, sondern durch Bilder angeregt. Dies eröffnet eine "Ein-Sicht", die mehr ermöglicht, als nur über Fragen oder Probleme zu reden.
Maria wird einen Überblick über die Entwicklungsbedingungen sozialer und emotionaler Fähigkeiten geben und ihre Methode anhand von Videobeispielen und Demonstrationen erläutern. Anhand von konkreten Bildern wird gezeigt, ...
Marte Meo richtet sich an Eltern, Erzieher/innen, Beratungskräfte, Pflegekräfte oder sonstige Helfer, die andere Personen unterstützen, betreuen oder pflegen und eignet sich sehr gut für alle sozialen Bereiche der Jugendhilfe, der Schulen, des Krankenhauswesens, der Behindertenhilfe und der Seniorenheime. Die Eltern bzw. Bezugspersonen lernen, Signale ihrer Kinder bzw. ihrer Klienten differenziert wahrzunehmen und für gezielte Entwicklungsförderung zu nutzen.
Bei den Eltern ist es immer wieder berührend zu sehen, wie neben den Verhaltensfortschritten bei ihrem Kind Liebe, Zuneigung und Bindung zwischen ihnen und ihm wachsen, auch wenn dies vorher durch eskalierte Konflikte und Enttäuschungen überdeckt oder bei deprivierten Eltern nur schwach entwickelt war.
Die Teilnehmer/innen erfahren im Seminar auch eine Menge über Fertigkeiten professioneller Kommunikation und darüber, wie sie das auf ihre Klienten übertragen können, um sie in eine Stimmung von Entwicklung zu versetzen.
Marte Meo wird inzwischen in über 35 Ländern in unterschiedlichen Bereichen sozialer Arbeit erfolgreich angewendet.
Theoretische Darstellung, Erläuterung der Methode anhand von Videobeispielen und Demonstrationen.
Maria Aarts, vom Grundberuf Pädagogin, entwickelte die Marte Meo aus ihrer Arbeit mit autistischen Kindern heraus in einem kinderpsychiatrischen Tagesbehandlungszentrum, dessen Leiterin sie war. Es diente zu Beginn dazu, den Eltern einen guten Kontakt zu ihren autistischen Kindern zu ermöglichen. Sehr schnell wurde das Potential des Ansatzes für viele weitere Praxisfelder entdeckt. 1989 begann Maria Aarts, die Methode auch in anderen Ländern zu bekannt zu machen. Seit 1991 ist sie Director of Marte Meo International, Holland. |
Bücher und DVDs bei Aarts Productions, Eindhoven: s. www.martemeo.com